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Rund 355.000 Euro
Man sollte dem
Ferrari vielleicht seinen Preis vorausschicken, um die Dimensionen
zurechtzurücken, in
denen hier gefahren wird: Meistens
bekommen Menschen,
die so viel Geld ausgeben, eine
Immobilie dafür, also das genaue
Gegenteil des Ferrari 599
GTB Fiorano. Der ist mit seinen
620 PS nämlich der drittsärkste
Ferrari aller Zeiten (die Zukunft
nicht mitgerechnet, man darf ja
annehmen, dass Ferrari noch über sich hinauswachsen wird.)
Die 620 PS wollen also in die
Hände eines Könners, der sich aber gerne ein wenig helfen
lässt, wie Kris Rosenberger
betont: „Wenn man alle elektronischen
Helfer wegschaltet,
dann liegen schwarze Striche
am Asphalt, ohne dass der Ferrari
nennenswert weiter gekommen
wäre. Der 6,0-Liter-V12 ist
ein faszinierendes Stück Technik,
schon beim Berühren des
Startknopfes brüllt der Motor
in einer einzigartigen Tonlage
los – interessant, wie Ferrari es
schafft, damit die Lärmvorschriften
zu erfüllen. Beim
Fahren gibt’s dann Leistung ohne
Ende, in jeder Lebenslage.“
Und Lebenslagen gibt’s viele,
so man den 599 GTB Fiorano
mit dem F1-SuperFast-Schaltung
geordert hat: „Man kann
das Getriebe schalten lassen
und bekommt dann ein Auto,
das ganz problemlos zu fahren
ist, ohne Allüren. Man kann die
Gänge über die Schaltpaddles
selbst wechseln und sich dabei
wie in der Formel 1 von Leuchten
am Lenkrad leiten lassen,
oder man kann die Schaltcharakteristik
vorwählen und sich
die Gänge in weniger als 100
Millisekunden reinprügeln lassen.“
Dann wird der 599 GTB zum
echten Supersportwagen, mit
entrückten Fahrleistungen. 100
km/h sind in 3,7 Sekunden
abgehakt, erst jenseits der 330
km/h findet der Vortrieb ein
Ende. Beachtliche Werte für ein
Auto, das eher ein sehr schneller
Reisewagen sein will, wie
Kris Rosenberger erklärt: „GTB
steht für Gran Tourismo Berlinetta.
Daher ist die Sitzposition
entspannt, die Sitze selbst sind
aber rennsportmäßig dünn,
eine Schale mit viel Seitenhalt,
aber doch langstreckentauglich.
Aus der Formel 1 kommen allerdings
das Manetino-Lenkrad
mit Startknopf und allen Bedienelementen
für die Fahrdynamikregelung, „die lenken in
Kurven natürlich mit, aber wer
in der Kurve noch am ES P justieren
will, ist sowieso zu spät
dran.“
Der 599 GTB besteht aber
nicht nur aus Fahrleistungen.
Kris Rosenberger: „Ein Ferrari
wird immer von Emotionen und
Leidenschaft aufgespannt – es
gibt sicher vernünftigere Sportwagen,
aber bei den Emotionen
kommt keine andere Firma mit.
Auch, wenn besonders unser
599 betont unauffällig ums Eck
biegt, in Grau mit braunem
Leder, einer wunderschönen
Kombination.“
Wählt man dazu das Handlingpaket
HGTE , dann wird das
Leder von Karbon kontrastiert: „Praktisch alles, was nicht Leder
ist, besteht dann aus Karbon.
Die beiden Materialien aus
unterschiedlichen Welten so
perfekt zu kombinieren, schafft
nur Ferrari, wie der Innenraum überhaupt perfekt gelungen ist:
Geschmackvoll und sehr hochwertig
verarbeitet.“
Das Karosseriedesign zieht da
natürlich mit. Kris Rosenberger: „Pininfarina hat eine wunderbare
Linie gezaubert, das große
Auto wirkt damit äußerst harmonisch,
nichts scheint pubertär,
was beispielsweise bei den
Auspuffrohren hätte passieren
können. Hier aber: Perfekte Ästhetik.“
Die Proportionen werden
nicht nur von Pininfarina
gezeichnet, sondern auch von
der Transaxle-Bauweise des
599 GTB: „Das Getriebe liegt
an der Hinterachse, so bleibt
die Gewichtsverteilung perfekt.
Und der grandiose V12-Motor liegt hinter der Vorderachse.
Wer unter die Motorhaube
schaut, wundert sich, wie die
Beine der Passagiere ins Auto
passen, aber dank der langen
Haube geht sich alles wunderbar
aus.“
Und wer seinen Ferrari 599
GTB Fiorano tatsächlich durch
den Alltag steuern will, wird
sich am Kofferraum erfreuen
und dennoch selten auf die
Idee kommen, mehr als einen
Trolley einzuladen. Für Reisen
mit mehr Gepäck haben Ferrari-
Fahrer ja noch ein zweites
Auto.
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| Porsche 911 Carrera 4 S Cabrio |
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Motor |
V12-Zylinder |
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Systemleistung |
456 kW/620 PS |
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Drehmoment |
608 Nm |
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Topspeed |
über 300 km/h |
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0-100 km/h |
3,7 sec |
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MVEG-Verbrauch |
17,9 l/100 km |
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Preis |
€ 355.000,– |
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